Kindertagespflege Stoppelhopser


Nadine und Michael Amerkamp
Diersfordter Straße 98
46499 Hamminkeln
Tel.: 0281 46 09 53 58

E-Mail: Michael.Amerkamp@web.de



1 Unsere Motivation


Mit diesem Konzept möchten wir Ihnen die Schwerpunkte und pädagogischen Ziele unserer inklusiven Arbeit, sowie die personellen und räumlichen Gegebenheiten vorstellen.
Wir gestalten die Situation bei den Stoppelhopsern so, dass sich die Kinder bei uns sicher, geborgen und wohl fühlen. Um so beruhigter und entspannter können Eltern uns ihre Kinder anvertrauen.
Unser Angebot orientiert sich an den konkreten Bedürfnissen der Familien, so entlasten wir Eltern und Familien und unterstützen sie im Alltag. In der Kindertagespflege Stoppelhopser wollen wir dabei Hand in Hand einen Weg mit den Eltern und Kindern gehen. Die Idee zur Arbeit in der Kindertagespflege hat sich durch die Erfahrungen mit unseren eigenen Kindern entwickelt. Die Arbeit als Kindertagespflegeperson erwies sich bei uns als eine vielseitige und erfüllende Tätigkeit, die einfach zu mehr motivierte. Die konzeptionelle Arbeit entwickelt sich ständig weiter. Unser vorliegendes inklusives Kindertagespflegekonzept greift Bewährtes auf, enthält aber auch neue,
zukunftsorientierte Vorstellungen für unsere pädagogische Arbeit. Es spiegelt ausformuliert das wieder, was sich im Alltag als Struktur und Konzept bewährt hat. Partizipation stellt für uns keine Herausforderung dar sondern ist Teil unseres Verständnisses des Menschen.
Die aktive Beteiligung der Kinder, der Eltern und uns ist für uns Vorraussetzung für Bildung und eine gute Entwicklung. Gelebte Vielfalt ist nur durch die Beteiligung aller umzusetzen.
Jedes Kind hat bei uns seine feste Bezugsperson.
Mit dem in Kraft treten der UN-Konvention für Rechte von Menschen mit Behinderung ist Deutschland 2009 die Verpflichtung eingegangen, das Bildungssystem inklusiv zu
gestalten. Allen Kindern soll so soziale Teilhabe und Chancengleichheit ermöglicht werden.
Alle Kinder unabhängig Ihrer individuellen Stärken und Schwächen haben das Recht, gemeinsam zu leben und voneinander zu lernen. Die Unterschiedlichkeit aller Kinder wird als Bereicherung gesehen und akzeptiert.
In unserer Kindertagespflege werden Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam betreut.

 


2 Wer wir sind


Wir sind ein verheiratetes Paar und betreuen die Tageskinder zuhause zusammen mit
einer Mitarbeiterin. Wir haben selber vier Söhne, zwei noch im Vorschulalter. Wir sind:
- Frau Nadine Amerkamp
- Herr Michael Amerkamp
- Frau Edda van der Meer
Wir sind alle voll qualifizierte Kindertagespflegepersonen.

 


3 Unsere Ziele für die pädagogische Arbeit


3.1 Unser Bild vom Kind
Die Kinder bei den Stoppelhopsern haben das Recht auf:
- Kind sein
- Achtung, Hilfe und Unterstützung
- Mitsprache und eigene Meinung
- Ruhezonen um allein zu sein
- das Entdecken und Ausleben der eigenen Phantasie
- die Möglichkeit, zu forschen und eigene Erfahrungen zu sammeln
- das eigene Entwicklungstempo
- sich einzubringen
Bei uns bekommen die Kinder interessante und vielfältige Lernangebote und
Entwicklungschancen. Wir pflegen einen demokratischen Erziehungsstil.


3.2 Basiskompetenzen der Kinder


3.2.1 Lebenspraktischer Bereich
Die Kinder sollen in ihrem täglichen Handeln spielerisch lebenspraktische Erfahrungen sammeln. Die Freispielzeit ist dafür sehr wichtig. Das Kind kann frei nach seinen eigenen Impulsen entscheiden, Dinge tun, die ihm Kraft und Freude, auch Selbstbewusstsein
vermitteln. Es übt sich in Entscheidungen, in der Selbstbehauptung, aber auch im Anpassen, im Erkennen eigener Wünsche und Fähigkeiten, im Erproben von Verhaltensweisen und vielem anderen mehr. Bei den Stoppelhopser werden die Kinder als eigenständige Persönlichkeiten wahrgenommen und akzeptiert.


3.2.2 Selbstwert der Kinder
Die Kinder sollen ein positives Bild von sich selbst entwickeln und stolz auf ihre eigenen Leistungen und Fähigkeiten sein. Damit die Kinder ihre Persönlichkeit entwickeln können, nehmen wir sie mit ihren Wünschen und Bedürfnissen ernst und unterstützen sie in ihrem eigenen Tun. Wir geben Ihnen die Möglichkeit, ihre eigenen Grenzen zu erfahren und unterstützen sie, damit umzugehen. Als Orientierungshilfe sind auch klare Regeln notwendig. Es ist uns wichtig, durch ausreichend Zeit, Raumgestaltung, Materialangebot und Unterstützung, dem Spielbedürfnis der Kinder gerecht zu werden. Durch genügend Freiräume für selbständiges Handeln und Mitbestimmung lernen die Kinder, auf ihre
eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und Aufgaben sowie Konflikte selbständig zu lösen. Wir ermutigen und bestärken die Kinder, sich in den Kindertagespflegealltag mit einzubringen und sich u.a. an gemeinsam aufgestellte Regeln zu halten, z.B. beim Zubereiten des Frühstücksbuffets, Aufräumen, und Einhalten von Tischsitten. Um sich entfalten zu
können, benötigen Kinder eine vertrauensvolle, freundliche Atmosphäre.


3.2.3 Stärken fördern
Alle Kinder bringen einen Grundschatz an Kompetenzen mit. Diese werden in unserer Kindertagespflege aufgegriffen und gefördert. Das Tempo für die Entwicklung des Kindes, bei der wir es begleiten und durch gezielte Impulse unterstützen, bestimmt das Kind selbst. Dieser kontinuierliche Prozess baut auf unterschiedlich vorhandenen Kompetenzen auf und bedingt verschiedene Schwerpunktsetzungen in den Anforderungen bezüglich des
Alters und der individuellen Ausgangsbedingungen. Wir wollen Stärken fördern und uns nicht an vermeintlichen Defiziten orientieren.


3.2.4 Motivation
Kinder sollen Selbstvertrauen aufbauen, so dass sie selbständig Probleme erkennen, einschätzen und Lösungen entwickeln können. Dabei werden Konzentration, Ausdauer und Durchhaltevermögen gefördert. Wir unterstützen die Kinder dabei und ermutigen sie
zu eigener Initiative.


3.2.5 Kognitive Kompetenz
Die Kinder benutzen alle Sinne, um ihre Umwelt differenziert wahrzunehmen und zu begreifen. Deshalb haben sie bei uns ein reiches Erlebnisfeld, damit sie Merkmale wie Größen, Farben und Temperaturen unterscheiden lernen. Durch das Lernen und Wiederholen von Liedern, Spielen und Geschichten, schulen wir die Konzentration und das Gedächtnis.


3.2.6 Physische Kompetenz
Die Kinder werden zunehmend fähig, selbst für ihr körperliches Wohl zu sorgen. In der Freispielzeit haben die Kinder sowohl in der Bewegungsrunde, als auch auf dem Spielplatz die Möglichkeit, ihren Bewegungsdrang auszuleben, Geschicklichkeit zu entwickeln und Körperbeherrschung zu lernen.


3.2.7 Soziale Kompetenz
Kinder können Beziehungen zu anderen Personen aufbauen und finden ihren Platz in der Gemeinschaft. Dazu ist es erforderlich, dass sie Einfühlungsvermögen und Verständnis für ihr Gegenüber sowie Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft entwickeln. Wir achten
darauf,dass im täglichen Miteinander Gesprächsregeln wie z. B. ein angemessener Ton, ausreden lassen, zuhören und nachfragen, eingehalten werden. Die Kinder sind in der Lage, gemeinsam etwas zu planen und durchzuführen. Dabei erlernen sie Konfliktfähigkeit und Kompromissbereitschaft sowie bei Konflikten anderer Kinder zu vermitteln. Kinder mit verschiedenen kulturellen oder anderen individuellen Besonderheiten stehen hier gleichberechtigt nebeneinander.


3.2.8 Emotionale Kompetenz
Die Kinder lernen Gefühle wie Freude, Wut, Begeisterung, Angst, Traurigkeit bei sich und anderen wahrzunehmen und damit umzugehen. Wir respektieren die Gefühle der Kinder und gehen darauf ein. Dies geschieht sowohl bei gezielten Beschäftigungen, als auch im Freispiel. Wir sprechen mit den Kindern über ihre Gefühle und unterstützen sie dabei, mit diesen umzugehen. Als Verarbeitungshilfen dienen z.B. Märchen, Rollenspiele, Musik,
Malen und Bewegung. Unterschiedlichkeit soll als Stärke verstanden, wahrgenommen und gelebt werden.


3.2.9 Lernkompetenz
Kinder lernen von Geburt an durch das eigene Handeln. Es ist uns wichtig, dass sie spielerisch im lebenspraktischen und kognitiven Bereich ihre Erfahrungen sammeln können und in den pädagogischen Alltag miteinbezogen werden. Sowohl im Freispiel, als auch in angeleiteten Beschäftigungen erfahren die Kinder durch Experimentieren, Erforschen, Entdecken und Spielen mit verschiedenen Materialien ein Lernen durch ganzheitliches Erleben und Erfahren. Dafür stellen wir ihnen Zeit, Raum und Material zur
Verfügung. Kinder lernen durch Anleitung sowie durch Versuch und Irrtum und verfestigen das Gelernte durch Wiederholung. Wir unterstützen und ermutigen die Kinder und geben ihnen Zutrauen zu ihrem eigenen Können und ihren Stärken. Sie erfahren, dass Lernen Spaß macht und jeder in seinem eigenen Tempo lernt.

 


4 Bildungsinhalte


4.1 Gesundheits-/Hygieneerziehung
Gesundheitliche Bildung und Erziehung gehören bei uns zum täglichen Ablauf der Betreuung. Wir halten die Kinder dazu an, grundlegende Hygienemaßnahmen selbständig auszuführen z.B. Sauberkeitstraining, Händewaschen, Zähneputzen. Die Kinder lernen, wie wichtig Hygiene zur Vermeidung von Krankheiten ist. Wir legen großen Wert auf ausgewogene und gesunde Ernährung durch Frischkost und berücksichtigen religiöse und
ethnische Gepflogenheiten sowie Allergien. Darum ist es uns wichtig, dass die Kinder abwechslungsreiche Mahlzeiten erhalten und genügend trinken. Die Mahlzeiten werden im Rahmen der Möglichkeiten der Kinder gemeinsam zubereitet und angerichtet. Gegessen wird als festes Ritual zu allen Mahlzeiten gemeinsam. Gemüse der Saison bauen wir im eigenen Garten an, Kräuter werden ganzjährig geerntet. Eier stammen von den eigenen Hühnern und wir haben viele Obstbäume und Beerensträucher. Wir ernten möglichst mit den Kindern gemeinsam und vermitteln eine Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln.


4.2 Vorlesen
Lange bevor Babys Worte oder Bilder begreifen, können sie vom Vorlesen eines Buches profitieren. Schon im frühesten Alter können sie auf das Lesen lernen vorbereitet werden. Ob auf dem Schoß, auf dem Boden oder beim Einschlafen. Babys und Kleinkinder lernen bei uns frühzeitig Bücher und Geschichten kennen.


4.3 Sinneseindrücke
Bei den Stoppelhopsern entdecken Kinder durch altersgerechte Spiele und Anregungen Oberflächenbeschaffenheiten, Farben, Muster, Formen, Geruch, Geschmack und Gewicht von Gegenständen.


4.4 Naturwissenschaftliche Erfahrungen
Kinder entdecken die Durchsichtigkeit von Objekten und räumliche Zusammenhänge. Sie lernen Dinge zu klassifizieren und zu sammeln. In einfachen Experimenten vermitteln wir das Prinzip von Ursache und Wirkung und fördern die Fähigkeiten, die benötigt werden, um Probleme zu lösen.


4.5 Sprache
Wir sprechen viel mit den Kindern, sowohl individuell als auch in der Gruppe. Wir spielen Lese- und Sprachspiele und entdecken die Sprache über Musik, Reime und Geräusche. Da unser ältester Sohn eine Sprachförderschule besucht, haben wir Grundkenntnisse in einer Gebärdensprache, die sich spielerisch eingebracht als günstig für die Sprachentwicklung bewährt hat.

 


5 Unsere Räumlichkeiten, ein Platz zum Wachsen


Auf einer Gesamtfläche von 140 qm bieten die Stoppelhopser den Kindern ausreichend Bewegungs- und Ruhemöglichkeiten und eine reichhaltige Lernumgebung mit altersgerechten Spielmöglichkeiten, die darauf ausgerichtet sind, Lernerfahrungen zu maximieren.
Den Kindern stehen zwei große Räume mit jeweils Bereichen zum Spielen, Lesen, Toben, Entspannen und Schlafen zur Verfügung. Des weiteren gibt es einen Ruheraum. Die Mahlzeiten werden stets gemeinsam eingenommen.
Auf dem 2000 qm großen Außengelände ist der Kontakt zu Hühnern möglich, welche aber nicht auf das Spielgelände kommen. Wir haben einen extra eingezäunten Spielbereich hier mit Sandkasten, Spielhäusern und Spielgeräten.
Zu unserer Familie gehört ein Hund, welcher sich auch frei bewegt. Wir bemühen uns, das Gelände naturnah zu belassen, um den Kindern einen unkomplizierten Zugang zu Wildpflanzen und einem naturbelassenen Umfeld zu ermöglichen. Fußläufig erreichbar ist das Naturschutzgebiet Schwarzes Wasser, was wir über ein am Haus liegendes Feld ohne
Straßenquerung erwandern können.

 


6 Organisatorische Umsetzung


Die Kinder sind altersgemischt ab der neunten Woche und inklusiv bis zu 3 Jahre alt, teilweise auch darüber hinaus. Es besteht die Möglichkeit, die Kinder länger in der Kindertagespflege zu betreuen, falls kein Kindergartenplatz zur Verfügung steht. Bei älteren Kindern handelt es sich zumeist aber um Randzeitenbetreuung.
Inklusions Kinder belegen zwei Betreuungsplätze. Wir betreuen, gleichzeitig anwesend, maximal 5 Kinder und haben eine Pflegeerlaubnis für bis zu 8 Verträge. Aufgrund der besseren Bindung zu Eltern und Kindern betreuen wir mit einem Mindeststundensatz je Woche von 25 Stunden bis zu 45 Stunden.
Wir haben uns zum Ziel gemacht, familienergänzend zu arbeiten.
Zwischen dem Team und den Eltern besteht ein reger und vertrauensvoller, vor allen Dingen ein regelmäßiger Informationsaustausch, so dass
• die Eltern ständig über das Geschehen bei den Stoppelhopsern auf dem Laufenden sind
• die Eltern an die Kinder betreffende Entscheidungen der Einrichtung beteiligt sind
• wir über die familiäre Situation von Kindern und Eltern informiert sind

6.1 Eingewöhnung

Die Eingewöhnung ist die wichtigste Phase in der Kinderbetreuung. In der
Eingewöhnungszeit sollte das Kind unbedingt die Gelegenheit haben, sich allmählich und im Beisein einer Bindungsperson mit der Betreuerin/dem Betreuer, den anderen Kindern und der neuen Umgebung vertraut zu machen. Dieser sanfte Beginn ist von großer Bedeutung für den weiteren Verlauf der Betreuung. Die Eltern und die Betreuer/innen haben die Aufgabe, das Kind in dieser Zeit zu unterstützen.
Dafür wird viel Engagement und Zeiteinsatz von ihnen abverlangt. Allerdings gelingt es den Kindern leichter, Vertrauen zu einer neuen Person zu entwickeln, wenn dies in Anwesenheit der Mutter oder der Vaters geschieht. Sie brauchen diese Person als „sichere Basis“, bei der sie Zuflucht und Trost suchen können, wenn sie sich überfordert
fühlen. Die Eingewöhnungszeit beträgt erfahrungsgemäß insgesamt 10 Stunden im Rahmen eines maximal 4 Wochen Zeitraums. Wenn Kinder hier länger brauchen räumen wir diese Zeit ein und stellen uns auf die individuellen Gegebenheiten bei Kindern und Eltern ein.


6.1.1 Jedes Kind ist anders!
Bei den meisten Kindern dauert die Eingewöhnung etwa 14 Tage. Je nach Alter, Temperament und früheren Erfahrungen des Kindes sind manchmal auch 4 Wochen erforderlich oder auch nur wenige Tage ausreichend. Da Eltern aber nicht genau wissen können, wie ihr Kind sich verhält, sollte eine Eingewöhnungszeit von 4 Wochen eingeplant werden.
Wichtig ist, dass nach der Eingewöhnung nicht wieder eine Zeit ohne Kindertagespflege folgt.
Wichtig ist auch, dass sich Bezugspersonen nicht abwechseln, sondern das Kind stets von der gleichen Person begleitet wird. Nur so kann eine Kontinuität in den Abläufen und Gesprächen erreicht werden, die dem Kind Sicherheit vermittelt. Des weiteren ist von Bedeutung, dass wir mit der Eingewöhnung erst beginnen, wenn vorher alle wichtigen Fragen mit den Eltern besprochen wurden. Beide Seiten sollen überzeugt sein, dass gute Voraussetzungen für ein Gelingen der Eingewöhnung bestehen.

6.1.2 Wie können die Eltern ihr Kind bei der Eingewöhnung helfen?
Die Eltern sollten daran denken, ein immer gleiches „Übergangsobjekt“ (einen Schnuller, eine Teeflasche, ein Lieblingstuch oder einen Lieblingskuscheltier) in die Kindertagespflege mitzunehmen und dem Kind dazulassen, wenn sie gehen. Dem Kind hilft dies, die Trennung zu verkraften. Der vertraute Gegenstand stellt die Verbindung zu der Mutter und seinem Zuhause her.
Die Mutter sollte sich vom Kind verabschieden und wenn sie fortgeht sagen, wann sie wieder kommt. Ein Ausdehnen des Abschieds ist nicht ratsam.
Die Eingewöhnungszeit sollte möglichst nicht mit besonderen Ereignissen in der eigenen Familie zusammenfallen, die Unruhe und Veränderungen mit sich bringen (z. B. Einschulung eines Geschwisterkindes, Umzug).
Die Eingewöhnungsphase ist beendet, wenn sich das Kind von der
Tagesbetreuungsperson trösten lässt und wenn es ihr gegenüber ein ausgeprägtes Bindungsverhalten zeigt. Dennoch kann es vorkommen, dass das Kind weint, wenn die Mutter oder der Vater sich verabschiedet.


6.2 Ernährung
Sämtliche Mahlzeiten werden bei uns täglich frisch zubereitet. Außerdem gewährleistet die Zubereitung des Essens mit Gemüse und Obst der jeweiligen Saison, die wünschenswerte Qualität der zu verarbeitende Produkte. Das Süßen mit Zucker vermeiden wir. Genutzt wird die natürliche Süße von Obst. Die Ernährung im ersten Lebensjahr ist salzlos, später
salzarm. Das gemeinsame Essen ist wichtig, da die Kinder noch viel Unterstützung brauchen und zum Teil noch gefüttert werden müssen.


6.3 Ruhezeit
Jedes Kind hat seinen bestimmten Schlafplatz (Bettchen oder Matratze), sein eigenes Kuscheltier, Decke, Kissen, Schnuller o.ä.. Dies ist wichtig, um den Kindern ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit zu geben. Bei den jüngsten Kindern ergeben sich hinsichtlich der Schlafzeiten größere Zeitspannen, da auf ihren individuellen Rhythmus Rücksicht
genommen wird.


6.4 Ausflüge
Nach vorheriger Absprache werden Kinder im Auto mitgenommen, wenn Kinder abgeholt oder weggebracht werden müssen. Es werden Spaziergänge durch die Natur unternommen. Ein Einverständnis der Eltern, dass die Kinder die Tagespflegestätte in Begleitung ihrer Betreuungsperson verlassen dürfen, setzen wir vertraglich voraus.

 


7 Ziele und Formen der Zusammenarbeit


Unser Ziel ist es, ein einheitliches Konzept zu schaffen, um den Kindern einen
durchschaubaren, klaren Rahmen anzubieten. Dazu ist eine gut funktionierende, sich ergänzende Arbeit notwendig. Wir bemühen uns um Offenheit, Reflexion und Akzeptanz. Besonders wichtig ist uns der Hinweis, dass gerade negative Kritik sehr hilfreich und gewünscht ist. Manchmal ist man betriebsblind und sieht Probleme gar nicht. Da ist der Blick von Außen eine neue Perspektive, die wir gerne annehmen und besprechen. Und
manchmal sieht der Blick von außen auch Notwendigkeiten nicht. Darüber reden hilft allen.


7.1 Informationen für alle Eltern
Alle Informationen werden den Eltern persönlich mitgeteilt, z.B. während der Bring- und Abholzeiten der Kinder. Zudem posten wir wichtige Informationen in unserer WhatsApp Gruppe. Bei Zustimmung zur Nutzung werden hier auch regelmäßig Bilder gepostet.
Gerade wenn Kinder neu bei uns sind etwas öfter als bei den alten Hasen. :-)


7.2 Elternabende
An den beiden jährlichen Elternabenden werden u.a. folgende Punkte besprochen:
Rückblick auf vergangene Ereignisse, Vorschau auf Planung, pädagogische Themen, von Eltern eingebrachte Themen, sowie Terminabklärungen.

7.3 Elterngespräche
Nach individueller Absprache mit den Eltern jedes Kindes findet ein Elterngespräch statt.
Wir geben einen Überblick über das Kind in der Gruppe, den individuellen
Entwicklungsstand, teilen Beobachtungen, Fortschritte, Besonderheiten oder Probleme mit. Die Eltern teilen Zustand, Situation und Verhalten von zu Hause mit.


7.4 Ärztliche Betreuung
Erkrankt ein Kind im Laufe des Tages, so werden umgehend die Eltern verständigt, damit das Kind so bald als möglich abgeholt werden kann. Im akuten Krankheitsfall wird der jeweilige Kinderarzt des Kindes angerufen bzw. der ärztliche Kindernotarzt in Anspruch genommen.


7.4.1 Erkrankungen, Gabe von Medikamenten
Bei Erkrankungen sind wir unverzüglich über die Art und Dauer zu unterrichten. Gleiches gilt für ansteckende Krankheiten in der Familie.
Die Kindertagespflegepersonen geben grundsätzlich keine Medikamente, insbesondere keine Antibiotika. Im Einzelfall sind auf Wunsch der Personensorgeberechtigten Ausnahmen, z.B. bei chronischen Erkrankungen, möglich. Die Verabreichung der Medikamente muss schriftlich mit den Personensorgeberechtigten vereinbart werden. Es muss eine konrete Verordnung und Einweisung durch einen Arzt erfolgen. Die Eltern
übernehmen die volle Verantwortung für die Wirkung des jeweiligen Medikaments.
Die Tagesbetreuungspersonen haben einen Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge und Kleinkinder absolviert. Nadine und Michael Amerkamp sind ausgebildete Sanitäter.


7.4.2 Verpflichtungen der Personensorgeberechtigten
Vor Betreuungsbeginn sind von den Personensorgeberechtigten folgende Leistungen und Nachweise zu erbringen:
a) Kopie des Impfpasses und ggf. des Allergiepasses (um in Notfällen die notwendigen
Informationen über Impfung, Allergie etc. bereit zu haben).
b) Attest eines Kinderarztes, welches die Unbedenklichkeit der Aufnahme bescheinigt. Das Attest darf nicht länger als vier Wochen vor der Übernahme der Betreuung ausgestellt worden sein.
c) Eine Vollmacht der Eltern, welche vom behandelnden Kinderarzt unterschrieben und gestempelt ist und die Tagespflegeperson berechtigt, in Eil- und Notfällen mit dem Kind einen Arzt oder ein Krankenhaus aufzusuchen.


7.5 Dokumentation und Beobachtung
Im Rahmen von nicht teilnehmender Beobachtung erstellen wir regelmäßig zum Quartalsende eine Entwicklungsdokumentation. Diese besprechen wir auch im Rahmen der Elterngespräche und reichen sie auf Wunsch am Ende der Betreuungszeit mit.

 


8 Qualitätssicherung der Kindertagespflegepersonen und rechtliche Basis


Es besteht eine Zusammenarbeit zwischen:
• Träger (Jugendamt des Kreises Wesel als Träger der öffentlichen Jugendhilfe)
• Eltern
• Tagesbetreuungsperson
Fortbildungen und Weiterbildung sowie der Besuch von Fachvorträgen werden von den Betreuungspersonen regelmäßig wahrgenommen.
Die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern ist dem Träger ein wichtiges Anliegen. Er verschafft sich einen Eindruck über das Erziehungsklima und der Bildungsarbeit im Rahmen regelmäßiger Besuche.
Die erweiterten Rechtsgrundlagen unserer Arbeit sind
- die UN Kinderrechtskonvention (Art12)
- das Kinder und Jugendhilfegesetz (§18 SGB VIII, Paragraphen 22-24)
- das Kinderbildungsgesetz (Kibiz)
- die Erlaubnis zur Kindertagespflege gemäß §43 SGB VIII

 


9 Mein Rucksack


Bitte bringen Sie für Ihr Kind ein eigenes Handtuch, Waschlappen, Einweg-
Wickelunterlagen, Windeln, Zahnbürste mit Zahnpasta und Becher, evtl. einen eigenen Schlafsack sowie Wechselkleidung mit. Matschkleidung und Gummistiefel sollten ebenfalls vorhanden sein. Im Winter ist Schneekleidung von Vorteil. Im Sommer bitten wir darum, dass Sonnencreme und Badesachen mitgegeben werden.
Wenn die Sachen in verschließbaren Taschen gebracht werden, welche mit Namen des Kindes beschriftet ist, wird uns die Arbeit erleichtert.
Die Sachen müssen nicht jeden Tag mitgebracht werden, jedes Kind hat eine Kiste, in der seine Sachen gelagert werden.
Bei Bedarf an spezieller, abgesprochener Medikamentengabe ist für eine eventuelle notwendige Kühlung und Lagerung von den Eltern selber zu sorgen.

 


10 Tagesablauf


Die Zeitangaben sind Richtwerte und abhängig vom aktuellen Tagesgeschehen, der Gruppensituation, den geplanten Aktionen sowie den Witterungsverhältnissen.
Selbstverständlich richtet sich der Tagesablauf auch nach den Bedürfnissen und dem Rhythmus der Kinder.
Erwähnenswert ist ebenfalls, dass es sehr unterschiedliche Stundensätze zwischen den Kindern gibt. Während manche Kinder jeden Tag bei uns sind, sind andere nur zwei oder drei Tage die Woche zu verschiedenen Uhrzeiten bei uns. Wir möchten da flexibel sein und integrieren die Kinder zum Zeitpunkt ihrer Ankunft in den Tagesablauf. Durch wechselnde Schichtdienste der Eltern kann es hier aber zu Ausnahmen kommen.

Im Folgenden wird dargestellt, wie ein Tag bei den Stoppelhopsern ablaufen kann:


06:30 – 08:00 Ankunft der ersten Kinder
Nach der Verabschiedung können die Kinder, falls sie noch müde
sind, kuscheln oder sie haben die Möglichkeit zu spielen.


08:00 – 09:00 Hände waschen, anschließend gemeinsames Frühstück


09:00 – 10:00 Freispiel. Die Kinder können sich ihre Aktivitäten aussuchen.
(Bei zulässigem Wetter immer draußen)
Während der Freispielzeit wird frisches Obst als
Zwischenmahlzeit angeboten.


10:00 – 11:30 Morgenkreis: Gezielte Beschäftigungen mit Gesang. Danach
je nach Witterung Spielangebote, Spaziergänge oder Freispielzeit.


11:30 – 12:30 Hände waschen, gemeinsames vorbereiten des Mittagessens,
gemeinsames Mittagessen


12:30 – 13:00 Reinlichkeitserziehung in Form von Waschen, Zähneputzen,
Wickeln oder auf die Toilette gehen sowie Umziehen für die
Ruhezeit


13:00 – 15:00 Ruhezeit.


15:00 – 17:30 Freispielzeit oder geplantes Spielen, wie am Vormittag. Je nach
Witterung gehen wir in die Natur oder auf den Spielplatz.
Nachmittags werden als Snack Obst und Gemüse gereicht


18:00 – 18:30 Hände waschen, gemeinsames Vorbereiten des Abendessens


18:30 – 19:00 gemeinsames Abendbrot


19:00 – 19:30 Reinlichkeitserziehung in Form von Waschen, Zähneputzen,
Wickeln oder auf die Toilette gehen sowie Umziehen für den
Nachtschlaf


19:30 – 20:00 Zu Bett bringen mit Gute Nacht Geschichte


20:00 – offen Nachtschlaf bis zur Abholung oder bis zum Erwachen.

Wir bemühen uns insgesamt um einen festen Tagesablauf mit festen Ritualen. Im Rahmender grundsätzlichen Planung nehmen die Kinder natürlich starken Einfluss auf den genauen Tagesablauf.

 


11 Interessante Links


Einmal natürlich das für uns meist zuständige Jugendamt:


http://www.kreiswesel.
de/C1257483002D788F/html/A3D7918EE83EFB19C1256F54003CDAE3?
opendocument


Die Elternbeitragssatzung der Kindertagespflege:
http://www.kreiswesel.
de/C1257489002C9EAC/files/III_a.5_Elternbeitragssatzung_Tagespflege.pdf/
$file/III_a.5_Elternbeitragssatzung_Tagespflege.pdf


Alle weiteren relevanten Links findet man bei dem für uns zuständigen Jugendamt des Kreises Wesel.


Und schlussendlich unsere eigene Webseite:
www.Kindertagespflege-Stoppelhopser.de